Anishinaabe

Working Test St. Hubertus 12. Juni 2010, Benken SG
Am Samstagmorgen habe ich mich mit meinem knapp 2 jährigen Tollerrüden Djak auf den Weg nach Benken gemacht. Es ist für uns beide der erste Working Test und wir sind gespannt, was uns erwartet.
Glücklicherweise musste die „Einsteigergruppe“ am Morgen als erste an den Start und die „Novicegruppe“ erst um 11.00 Uhr. So konnten wir uns gemütlich auf die lange Fahrt von Schmitten FR nach Benken SG machen.
Als wir im wunderschön und idyllisch gelegenen Forsthaus eintrafen, herrschte bereits eine Geschäftigkeit wie in einem Bienenhaus.
Um 11.00 Uhr war Besammlung auf dem grossen Platz vor dem Forsthaus. Der Prüfungsleiter Paul Koch hat die vier Richter Renate Berger (A), John Birkett (GB), Peter Castelman (GB) und Barry Taylor (GB) vorgestellt, die 41 teilnehmenden Teams begrüsst und allen viel Glück und eine faire Prüfung gewünscht.
Bei der Gruppeneinteilung haben wir leider kein gutes Los gezogen – ich musste mit meinem wasserverrückten Hund, der vor der Prüfung vor Energie und Aufregung fast zerplatzt ist, als erste Aufgabe ans Wasser und als zweite in den Walk up – „na dann prost“ habe ich mir gedacht….!
Die Aufgabe am Wasser: am kleinen Weiher wurden zwei Markierungen mit Schuss ins Wasser geworfen. Die erste am linken Rand die zweite rechts etwas weiter ins Wasser. Die zweite Markierung musste geholt werden. Als das zweite Dummy ins Wasser plantschte war zwar das Hinterteil meines Hundes nicht mehr am Boden aber er stand wie versteinert, bis ich das Kommando geben durfte. Leider hat er dann aber beim Starten einen Jauchzer losgelassen, was uns 6 Punkte gekostet hat - diese „Baustelle“ habe ich gekannt!
Dann ging es weiter zum Walk up: immer zwei Teams zusammen, Walk up dann Markierung auf ca. 40 – 50 m im hohen Gras, immer der rechte Hund durfte die Markierung arbeiten.
Kurz und gut, Djak war von der hübschen Tollerdame an seiner Seite so begeistert, dass er ihr - wie magnetisch angezogen - bei ihrem Start nachgerannt ist….0 Punkte!
So dachte ich, jetzt kannst du ja eigentlich nach Hause gehen, ich war ziemlich frustriert als wir auf die nächste Aufgabe gewartet haben. Gottseidank gibt es aber so nette Menschen, die das sehen und einem zum Weitermachen aufmuntern. Eigentlich kenne ich dieses Gefühl. Im Obedience läuft man nach einem Nuller auch nicht einfach aus dem Ring!
Nächste Aufgabe Blind: Auf einer Wiese mit hohem Gras diagonal in Richtung Waldrand auf 40 – 50 m ein Blind ausgelegt und beschossen. Ich habe Djak angesetzt und mich voll auf das Ziel konzentriert. Er ist wie ein Pfeil losgeschossen, und keinen Zentimeter von der Linie abgewichen. Im Suchenbereich hat er auf meinen Pfiff unverzüglich mit der Suche begonnen, innert kürzester Frist gefunden und ist mit strahlendem Gesicht und vollem Galopp zurückgekehrt. Der Richter hatte seine helle Freude an dieser „Darbietung“, was uns 20 Punkte einbrachte.
Einzelmarkierung im Wald: Es wird eine Markierung in relativ steilem Gelände auf ca. 30 – 40 m hinter einen Baum geworfen. Djak hat die Distanz nicht ganz richtig eingeschätzt und mit der Suche bereits vor dem Baum begonnen. Er hat aber das Dummy aber schnell gefunden und wunderschön zurückgebracht 19 Punkte.
Letzte Aufgabe, Suche: in einem mit Plastikbändern markierten Waldstück mit dichtem Bewuchs wurden 4 Dummies ausgelegt. Die Hunde mussten zwei Dummies finden und zurückbringen.
Ich habe Djak an der rechten Begrenzung entlang geschickt (es gab ganz wenig Wind von links). Das erste Dummy hat er schnell gefunden, und ohne dass ich die Pfeife brauchen musste, zurückgebracht. Für das zweite Dummy habe ich ihn etwas mehr links ins dichtere Gebüsch geschickt. Da war er dann zwar nicht mehr ganz so schnell unterwegs, hat aber auch hier super schön gearbeitet und in kurzer Zeit auch das zweite Dummy gefunden und zurückgebracht – 20 Punkte.
Obwohl mich natürlich die Nullrunde beim Walk up ein bisschen geärgert hat, war ich mit unserer Leistung an unserm ersten Working Test sehr zufrieden und freue mich an den drei super gelaufenen Aufgaben.
Wir haben in Benken einen sehr schönen Tag verbracht, haben viele alte und neue Freunde getroffen und interessante Gespräche geführt, während wir nach getaner Arbeit von der Küchenbrigade verwöhnt wurden.
Vielen Dank den OrganisatorInnen, allen voran Paul Koch und allen, die sich für uns Teilnehmer in irgend einer Art, sei es als Helfer im Feld, im Büro oder in der Küche eingesetzt haben.